22.02.2026 – tk. Während sich auf der Insel Rügen der Widerstand gegen das geplante LNG-Terminal formierte, überraschte der Sassnitzer Bürgermeister am 21. Februar 2023 mit einer völlig unerwarteten LNG-Nachricht in der Stadtvertretersitzung: Im Fährhafen Mukran lief bereits ein Probeumschlag von LNG.

Im damaligen Facebook-Eintrag der Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen hieß es u.a.:

… Bürgermeister Leon Kräusche … verkündete … – mit leuchtenden Augen, wie ein Stadtvertreter den Auftritt kommentierte – und überraschend für alle im Sitzungssaal, dass im Mukraner Hafen bereits ein LNG-Schiff zum Umschlag bereitliegt. Kräusche, der erst seit Dezember im Amt ist, schwärmte: Anders als bei den LNG-Terminals wird das Gas nicht in Pipelines gepumpt. Der Flüssiggasumschlag erzeugt keinen Lärm wie in Lubmin. Der Weitertransport erfolgt auf Lkw und das Gas kann direkt zu den Unternehmen transportiert werden. Er sehe den bevorstehenden Probeumschlag optimistisch entgegen und kündigte … eine Pressemitteilung an.

(Ein) Stadtvertreter … gab noch im öffentlichen Teil der Sitzung zu bedenken: Schon jetzt ist die Infrastruktur der Insel stark beansprucht und Sicherheitsfragen sind nicht außer Acht zu lassen.

Offen bleibt für die Besucher der Sitzung, wie die Stadtvertreter im nichtöffentlichen Teil auf diese Überraschungsnachricht reagieren werden, monierten sie doch an Kräusches Vorgänger, dass er sie oft erst im Nachhinein von seinen Entscheidungen unterrichtete.

Sind also Tatsachen geschaffen worden und Sassnitz-Mukran ist längst durch die Hintertür ein LNG Standort? 10 Lkw pro Tag die zusätzlich über die Insel rollen. Das ist nichts Nebensächliches, was im Schatten der Proteste und Diskussionen gegen die LNG-Terminals entstand.

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