24.10.2026 – tk. Der Notfallplan für die LNG-Störfallanlage Mukran wird erneut nicht in einer öffentlichen Sitzung der Sassnitzer Stadtvertretung behandelt. Das ist mittlerweile die zweite Verschiebung nach der Sommerpause.

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen bat bereits vor einem Jahr mit Schreiben an den Landesinnenminister darum, eine Information der Bevölkerung über den Notfallplan der LNG-Störfallanlage in geeigneter Weise öffentlich durchzuführen. Darüber ist sowohl die Kreisverwaltung als auch die Sassnitzer Stadtverwaltung informiert.

Die Sassnitzer Stadtvertreter sind vor der Sommerpause in einer nichtöffentlichen Sitzung durch einen Vertreter der Kreisverwaltung unterrichtet worden. Doch bisher noch nicht die Bürger. Sie haben dennoch Anspruch auf Informationen zu Störfallanlagen. Es geht nicht um einen Verdacht oder Vorwurf, dass es keinen Plan gibt. Es geht darum, Handlungsoptionen der Einsatzkräfte vorzustellen und zu informieren, was Anwohner und Gäste im Ernstfall tun sollen. Deshalb ist die Frage legitim, warum nicht längst eine Einwohnerversammlung stattfand. Das ist dafür das richtige Format. Die Behandlung in einer Stadtvertretersitzung ist möglicherweise nicht die geeignete Kommunikationsform, da sie einen Dialog zwischen Verantwortlichen und Bürgern ausschließt.*

Angesichts der sicherheitsrelevanten und kritischen Infrastruktur vor und an Rügens Küste (LNG-Störfallanlage, Öltanker EVENTIN) ist eine Information dringend notwendig und mehr als gerechtfertigt.

* Lt. Kommunalverfassung haben zu den Tagesordnungspunkten i.d.R. nur gewählte Stadtvertreter, Bürgermeister und geladene Sachverständige Rederecht.

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