14.07.2026 – tk. Neben der Dokumentation „Rügen wehrt sich …“ und einem aktuellen Artikel in der Zeitschrift NATIONALPARK erschien im Sommer 2024 im RUGIA Rügen-Jahrbuch 2025 ein weiterer Beitrag zum LNG-Protest auf Rügen. Unter dem Titel „Mehr als Parolen und Kundgebungen …“ wird auf den vielfältigen Protest verwiesen und in einer beigefügten Kurz-Chronik werden zahlreiche Protestaktionen aufgeführt.*
In den dreieinhalb Jahren haben sich die Formen des LNG-Protestes teilweise verändert. Standen anfangs Aktionen wie Demonstrationen, Mahnwachen, Banneraktionen, Petitionen u.a. im Mittelpunkt, so rückte der direkte Dialog mit Politik, Behörden und vor allem mit Betroffenen noch stärker ins Zentrum der Aktivitäten.
Das heißt jedoch nicht, dass weniger Aufwand notwendig geworden ist. Stringent werden nach wie vor Antworten auf Schreiben und Kritiken eingefordert, werden Gespräche, Diskussionsrunden und Veranstaltungen genutzt, um die Probleme klar zu benennen.** Nur so ist es möglich, Sorgen der Bürger und Forderungen der LNG-Gegner im schnelllebigen, politischen Alltagsgeschäft der Regierenden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dazu zählen:
1. Vom Betreiber unabhängig durchzuführende Lärmmessungen durch Behörden
2. Kein Betrieb der LNG-Störfallanlage ohne Landstromanlage
3. Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen auf Rügen
4. Information der Bürger zum Notfallplan der LNG-Störfallanlage Mukran
Diese Punkte sind unabhängig von der Forderung eines sofortigen Stopps des Betriebs der LNG-Störfallanlage Mukran. Das schwimmende Regasifizierungsschiff NEPTUNE soll und könnte den Fährhafen Mukran umgehend verlassen.
Zwei Textstellen aus dem RUGIA-Beitrag:
… LNG. Drei Buchstaben. Sie veränderten Rügen und die Menschen auf der Insel. Der Plan, an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ein zweites LNG-Terminal zu errichten, traf ins Mark der Mehrheit der Bewohner … Die Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen war von Anbeginn ein entschiedener, außerparlamentarischer Akteur in der „Allianz des Protestes gegen LNG auf Rügen“. Diese Allianz aus Bürgerinitiativen, Verbänden, Kommunen, Politikern und Bürgern eint der Wille, gegen die LNG-Pläne zu kämpfen …
… Wenn allein politischer Wille und Lobbyismus offensichtlich über das Ein- und Ausschalten von Rechtsstaatlichkeit entscheidet, dann sind Bürger und Bürgerinitiativen sowie Verbände und Umweltaktivisten im Besonderen gefordert …
* Literatur:
1) Rügen wehrt sich. Die LNG-Proteste der Bürgerinitiativen im Spiegel der Medien (2024)
2) Mehr als Parolen und Kundgebungen. Rückblick auf den LNG-Protest 2023 auf Rügen (RUGIA Rügen-Jahrbuch 2025, Seite 51 ff.)
3) Rügen: Ärgernis Gasterminal (Zeitschrift NATIONALPARK Nr. 212 – 2/2026)
** Beispiele:
09.06.2026 (Sassnitz) – „Bürgerbeteiligung auf Rügen“ – Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
26./27.06.2026 (Sassnitz) – Ostkongress – Bundespartei Bündnis90/Grüne

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