05.11.2026 – tk. Die aktuellen Vorwürfe zu möglichen Methan-Emissionen und fehlenden Lärmnachweisen am LNG-Terminal Mukran auf Rügen zeigen, dass nicht nur bei zivilgesellschaftlichen Organisationen, sondern auch weiterhin auf politischer Ebene grundsätzliche Fragen zur Kontrolle der Anlage bestehen.

Dr. Carmen Kannengießer ist Mitglied des Aktionsrates der Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen. In einer Pressemitteilung ihrer Kreistagsfraktion unterstrich sie die Bedeutung wirksamer Kontrollen.*

Kannengießer: „Vertrauen entsteht nicht durch beruhigende Erklärungen, sondern durch überprüfbare Ergebnisse. Wenn Umwelt- und Lärmschutzauflagen vorgeschrieben sind, müssen sie messbar eingehalten und unabhängig kontrolliert werden. Die Menschen auf Rügen haben Anspruch darauf, dass ihre berechtigten Fragen ernst genommen werden.“

Sie sieht die zuständigen Behörden in der Pflicht, ihre Kontrollaufgaben wahrzunehmen, mögliche Mängel zu untersuchen und bei Bedarf konsequent zu handeln. Bei Verletzungen von Vorgaben und Grenzwerten muss gehandelt werden, fordert sie ein.

Kannengießer: „Die Akzeptanz solcher Großprojekte hängt wesentlich davon ab, ob staatliche Stellen ihre Kontrollfunktion ernst nehmen. Wer strenge Auflagen erlässt, muss auch dafür sorgen, dass sie eingehalten werden. Umwelt- und Gesundheitsschutz dürfen nicht zur nachrangigen Größe werden, sobald der Betrieb läuft.“

*vgl. Pressemitteilung der Kreistagsfraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ vom 05.11.2026

#

Comments are closed